Wie werde ich Pilot?

Voraussetzung jeder Luftsportkarriere ist eine möglichst solide Ausbildung. Die Rahmenbedingungen dazu, sind durch den Gesetzgeber für jede Luftsportart genau geregelt und gliedern sich (wie beim Führerschein für Kraftfahrzeuge) in einen praktischen und einen theoretischen Ausbildungsteil. Da sich die Luftsportvereine bzw. Flugschulen trotz einheitlicher Rahmenbedingungen in vielen Punkten unterscheiden, ist es für „Newcomer" immer sinnvoll, sich genau mit dem „Ausbildungsbetrieb" auseinander zu setzten. Wichtig ist uns dabei, dass beide Seiten gut zusammen passen. Wir möchten deshalb hier einen ersten Einblick in unsere Ausbildung geben, wobei der persönliche Kontakt mit unseren Ansprechpartnern sicher sehr hilfreich ist.
Wie schon unser Name verrät, bildet der Segelflug den Schwerpunkt unseres Vereins. Die Segelflugausbildung hat daher eine zentrale Bedeutung und wir empfehlen diese immer als ersten Schritt im fliegerischen Werdegang. Das Fliegen, so von Grund auf zu erlernen bietet viele praktische Vorteile und ist zudem ein sehr kostengünstiger Weg, der alle Möglichkeiten offen lässt.

Unser Heimatflugplatz ist das Airfield Spitzerberg, hier ist die Flugschule des Flugsportzentrums Spitzerberg beheimatet. In dieser Flugschule unterrichten auch unsere Fluglehrer interims mäßig. Dadurch ergibt sich, dass nach Absprache einige Aubildungsvarationen möglich sind.
Zum Beispiel: Eine Woche in der Flugschule des FSZ's und die weitere Schulung innerhalb des Clubs. (z.B. Wenn es nicht möglich wäre, sich 3 Wochen Urlaub zu gönnen.)

Unser Ausbildungskonzept bzw. unsere Ausbildungsverfahren basieren auf den gesetzlichen Regelungen und berücksichtigen immer die jeweils aktuellen sicherheitstechnischen und methodischen Standards.
Eine zentrale Rolle dabei spielt die Flugschülerkarte, diese geben den praktischen und theoretischen Ausbildungsverlauf detailliert vor und enthält die genaue Dokumentation der Ausbildung für den Flugschüler. Basierend darauf werden die Ausbildungsverfahren einheitlich von allen Fluglehrern angewandt und bei Bedarf aufgrund neuer Erkenntnisse weiter verbessert.
Innerhalb des Vereins stehen zwei erfahrene Fluglehrer ehrenamtlich (ohne weitere Ausbildungskosten) zur Verfügung.

Als Voraussetzungen für die Ausbildung sind noch folgende Punkte zu nennen:

•   Mindestalter 15 Jahre (bei Minderjährigen mit Zustimmung beider Erziehungsberechtigten, Erhalt des Scheines mit Vollendung des 16. Lebensjahres)
•   Fliegerärztliche Erstuntersuchung (fit und vital) zur Liste aller Fliegerärzte ...
•   Leumundszeugnis (polizeiliches Führungszeugnis, nicht älter als 6 Monate)
•   2 Lichtbilder
•   Teamfähigkeit und möglichst regelmäßige Teilnahme am Flugbetrieb (schon alleine der Übung wegen)
•   Pass oder Personalausweis im Original

 

glider pilot license

Noch ein paar Hinweise zur praktischen und theoretischen Ausbildung:
Die praktische Flugausbildung findet von April bis Oktober statt. Dabei nutzen wir unseren vereinseigenen Doppelsitzer Blanik L13 (Segelflugzeug in Ganzmetallbauweise). Wie allgemein üblich startet die Ausbildung unter Anleitung der Fluglehrer im doppelsitzigen Ausbildungsflugzeug. Schrittweise übernimmt der Flugschüler immer mehr Aufgaben und Verantwortung, bis letztlich der erste Alleinflug als prägendes Ereignis jedes Fliegerlebens folgt. Nach dem Alleinflug und einigen Übungsflügen erfolgen die Prüfungsflüge.

Die Theorieausbildung findet parallel zur praktischen Ausbildung statt. Der Unterricht ist für Vereinsmitglieder kostenfrei und alles andere als langweilig,  dafür sorgen unsere Fluglehrer, die sich jeweils auf ihre Fächer spezialisiert haben und so sicherstellen, dass die Inhalte laufend aktualisiert und an die Vorgaben angepasst werden.

Folgende sieben Fächer stehen auf dem Programm:

•    Luftrecht, Luftverkehrs- und Flugsicherheitsvorschriften
•    Navigation
•    Meteorologie
•    Aerodynamik
•    Technik und allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse
•    Verhalten in besonderen Fällen
•    Menschliches Leistungsvermögen

Die Ausbildung endet nach der theoretischen mit einer praktischen Prüfung.

Danach beginnt die Umschulung auf die einsitzigen Vereinssegelflugzeuge sowie die Vermittlung vielfältiger fliegerischer Fertigkeiten. Unsere Fluglehrer Andy Baumann, Marco Nussbaumer und Harry Binder stehen auch nach der Erteilung der Segelfluglizenz, mit Rat und Tat zur Seite.